So erzählt sie beispielsweise, wie sie als Afrikanerin nach ihrer Musik gefragt wurde. Erwartet wurde vermutlich die "typische" afrikanische Musik, die wir alle im Kopf haben- dementsprechend erntete Chimamanda überraschte Blicke, als sie Mariah Carey präsentierte.
Besonders dieses Beispiel hat mich nachdenklich gemacht...wäre ich auch überrascht über Mariah Carey gewesen? Was assoziieren wir mit Afrika?
Um ehrlich zu sein, fallen auch mir zuerst freilaufende Giraffen und Elefanten ein. Ausgehungerte Kinder, weite Steppen und winzige Dörfer.
- Das Problem der Einseitigkeit.
Doch wie uns Chimamanda deutlich macht, verkörpern diese Dinge nur einen Teil Afrikas. Nun ja, schließlich bekommen wir auch in den Medien genau diese Single Story präsentiert, sodass wir fast schon blind für andere Informationen werden.
“The single story creates stereotypes, and the problem with stereotypes is not that they are untrue, but that they are incomplete. They make one story become the only story.”
In meiner Familie stoße ich auf Single Stories genauso wie in vermeintlich reflektierten Portalen - und nicht zuletzt auch bei mir selbst. Niemand ist von Stereotypen befreit, alles andere wäre eine Lüge. Jedoch kann man versuchen, sie zu umgehen. So kommt man meiner Meinung nach einen beachtlichen Schritt in die richtige Richtung, wenn man sich seiner eigenen Gedanken bewusst wird.
Klar, ich werde nicht nach Afrika gehen. Dennoch bin ich bei dem Beispiel von Chimamanda geblieben, da man es so besser verdeutlichen kann.
Denn auch in Malaysia werde ich nur ein winziges Bruchstück vom Ganzen erleben und das an euch weitergeben können- eine weitere Single Story also.
Es liegt mir also vorab am Herzen (bevor ich all die aufregenden Erfahrungen machen und euch davon berichten werde), dass man auch daraus nicht vom Kleinen aufs Ganze schließen kann und sollte.
Hier gehts zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=mgs2Do88zp0
Schauts euch bitte unbedingt an! Es lohnt sich :)

