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16. August 2015

#day18: Erste Eindrücke



Ich weiß, ihr wollt detaillierte Informationen und Eindrücke über mein Projekt und meine Tätigkeit wissen, doch das kann ich euch leider (noch) nicht bieten. Ich hoffe, ihr versteht, dass ich erst seit 2 Wochen hier bin und erst einmal richtig ankommen muss. Es ist einfach nicht möglich, eine tägliche Arbeitsroutine zu erläutern wenn ich diese selbst noch nicht einmal habe… das braucht Zeit. 

"Ich habe die Wahl, entweder ein Opfer der Welt zu sein oder eine Abenteuerin auf der Suche nach ihrem Schatz. Es ist alles nur eine Frage, wie ich mein Leben angehe." -Elf Minuten, Paulo Coelho

Da ich vermutlich bei vielen die Einzige bin, von der ihr Informationen über Malaysia erhaltet, habe ich hiermit eine gewisse Verantwortung, der ich mir bewusst bin. Wie bereits in einem vorherigen Post erwähnt, handelt es sich bei meinem Blog um eine Single Story – um eine einzige Geschichte. Dementsprechend versuche ich, darauf zu achten, was und wie ich es schreibe. Ob es mir gelingt, ist eine andere Frage. Mir ist es somit sehr wichtig, dass ihr das im Hinterkopf habt, wenn ihr meine Einträge lest.
Also hoffe ich, dass ihr Verständnis habt und auch erstmal mit meinen ersten Eindrücken („Random Facts“) rund um Malaysia und mein Leben hier vorlieb nehmen könnt:


1) Penang bzw. Georgetown ist eine sehr schöne, aber komplizierte Stadt. Ersteres wegen de vielen Grüns und dem Penang Hill, zweiteres liegt wohl eher an meinem mangelnden Orientierungssinn. Nach meinen ersten Eindrücken ist es auch eine Stadt voller Gegensätze, zumindest, was die Gebäude. Viel mehr kann ich nach nur 2 Wochen noch nicht beurteilen

2) Heimweh hält sich entgegen meiner Erwartungen bis jetzt einigermaßen in Grenzen. Natürlich habe ich, was das betrifft, meine Ups and Downs

3) Meine hauptsächliche Ernährung besteht morgens, mittags und abends aus Reis, Chicken und todgekochtem Gemüse; an das scharfe Essen habe ich mich sogar schon etwas gewöhnt. Das „Gebäck“ erinnert mich oft an Weihnachten oder Fastnachtsküchle

4) Die Kinder habe ich schon richtig in mein Herz geschlossen, auch wenn sie wirklich kleine Monster sein können – so süß sie auch sind. Es ist eben noch schwer für mich, die richtige Balance zwischen Strenge und Geduld zu finden. Sie sind zwischen 5 und 18 Jahren alt, wobei ich eher für die jüngeren zuständig bin

5) Meine Tätigkeit in 3 Worten: Streitschlichterin, Lehrerin und Spielemaster. Dazu aber vielleicht mehr in einem anderen Post

6) Meine Stiche treiben mich noch in den Wahnsinn! Der Rekord war um die 60 Stiche, die sich hauptsächlich an meinen Füßen und inzwischen auch Armen ausbreiten. Insektenspray hin oder her, sie lieben mich einfach. Ich bin aber fleißig dabei, Lösungen für das Problem zu finden. Ob sie erfolgreich sein werden, wird sich zeigen
Also falls ihr Tipps habt, bitte immer her damit!

7) Der Straßenverkehr war für mich am Anfang beängstigend, inzwischen habe ich mich schon etwas daran gewöhnt. Gehwege sind mehr oder weniger vorhanden. Naja, eher weniger – und wenn, dann sind sie definitiv mit den Deutschen zu vergleichen...so wird’s wenigstens nie langweilig

Mein Weg zur Bushaltestelle


8) Die Menschen sind sehr offen und interessiert an meinem Leben in Deutschland, besonders in meinem Projekt (ich hättet die strahlenden Augen der Kinder sehen sollen, als ich ihnen Bilder aus Deutschland gezeigt habe; besonders wenn Schnee zu sehen war). Außerhalb werde ich häufig auf meine Herkunft und Tätigkeit hier in Malaysia angesprochen. Nicht zuletzt muss ich relativ häufig auf Gruppenbildern mit dabei sein. Wofür sie sind und warum ich mit auf dem Bild sein muss, verstehe ich im seltensten Fall

9) Das, was ich bis jetzt am meisten an Malaysia liebe, ist die Kulturvielfalt. Anstatt mit Malaien habe ich die meiste Zeit mit Chinesen und vor allem Indern verbracht. Es wird hier Tamil, Bahasa Melayu, Englisch und Chinesisch gesprochen. Dementsprechend haben bereits die kleinen Kinder sehr viel zu lernen

10) Einige kleine aber feine kulturelle Unterschiede, die mir bis jetzt aufgefallen sind: Mit Gabel und Löffel zu essen ist so viel praktischer, als mit Messer und Gabel. Auf den Löffel passt einfach viel mehr drauf! Mit der Hand zu essen hat auch seinen Reiz, auch wenn ich mich am Anfang dabei etwas komisch gefühlt habe. Das Essen zum Mitnehmen in Papier verpackt zu bekommen und das Trinken in Plastiktüten zu trinken ist jedoch noch etwas seltsam für mich (im positiven Sinn).
In der Dusche aufs Klo zu gehen, Zähne zu putzen etc. ist nicht nur zeit-, sondern auch platzsparend – wenn auch am Anfang ungewohnt.
Organisation, Planung und Pünktlichkeit haben hier definitiv einen anderen Stellenwert als in Deutschland. Das kann zwar stressig sein, hat uns (bis jetzt) eher zum Schmunzeln gebracht

Zu dem ein oder anderen Punkt wird bestimmt noch ein ausführlicher Blogpost folgen, je nachdem wie ich das hier mit dem Internet am Laptop hinbekomme. Genaueres zu meiner Tätigkeit natürlich auch - aber wie gesagt, das braucht Zeit. Hier aber ganze 2 Bilder (wow, ich weiß!) zu meinem Projekt:





Selamat tinggal!:)