“2015 werde ich vielleicht am anderen Ende der Welt Silvester feiern, wer weiß…“ waren eine meiner vielen Gedanken zum neuen Jahr. Ich hatte Angst vor dem, was mich erwartet. Wusste, jetzt wird’s ernst. Hatte nur einen groben Plan, was ich mit meinem Leben nach der Schulzeit machen will. Aber Träume sind schließlich sehr bequem, solange man nicht gezwungen ist, sie in die Tat umzusetzen. Was mach ich nach dem Abi? In welche Richtung geht mein Leben? Risiken eingehen, über die eigenen Grenzen gehen? Etwas von der Welt sehen?
Letztendlich in Singapur, bei der größten Beachparty Asiens mit neuen, wunderbaren Menschen so glücklich ins vergangene Jahr zu blicken, hätte ich mir nie erträumt. Das Jahr war unsinnig, es war toll, es war zum Lachen und zum Verzweifeln. Und ich bin stolz darauf, was ich daraus gemacht habe.
2015 habe ich viel geweint. Aus Trauer. Aus Stress durch Abiturprüfungen, aus Wehmut vom Ende der Schulzeit. Aus Stolz, das sich der Ehrgeiz und die harte Arbeit letztendlich ausgezahlt hat. Aus Freude, weil ich mein Glück manchmal nicht fassen kann und vom Moment überrollt werde– ob bei Konzerten oder einfach, weil man die tollsten Menschen der Welt an seiner Seite hat. Aus Angst vor dem Fremden, aus Angst, zu Versagen. Aus Heimweh. Aus Momenten mit den Kindern, bei denen man realisiert, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.
Damit wünsch ich euch allen von ganzen Herzen ein frohes neues Jahr – und das es noch viele geben wird.


